Für mich beginnt guter Kaffee lange bevor die Kirschen geerntet werden – nämlich mit Respekt vor dem Boden, dem Klima und den Menschen, die jeden Tag mit der Natur arbeiten. — Andrès Quintanilla
KAFFEEFARMER Andrès Quintanilla · HERKUNFT El Salvador · GEGRÜNDET 1924 · KAFFEEPLANTAGEN La Quintanilla, La Palma · HEKTAR 96,5 · MITARBEITER 8 · ERNTEHELFER 80 · KAFFEEGATTUNGEN Arabica · KAFFEEVARIETÄTEN Bourbon Tekisic, Typica, Pacamara, Centroamerica, Icatu, Marsellesa, Castillo, Colombia Amarillo, Oeiras, Gesha, Garnica, Yellow Catucai, Red Maragogype, Mundo Nuevo Rojo · AUFBEREITUNG Natural, Pulped Natural, Fully Washed
Hier entsteht Kaffee aus Boden und Klima – aber auch aus Generationen von Wissen, Geduld und einer tiefen Verbundenheit mit diesem besonderen Ort.
Wenn morgens Nebelschwaden durch die Cacahuatique-Berge ziehen und die ersten Sonnenstrahlen die roten Lehmböden erwärmen, beginnt auf der Farm der Familie Quintanilla ein neuer Tag. Für uns ist genau das der Moment, in dem Herkunft spürbar wird – leise, authentisch und unverfälscht.
Die Geschichte dieses besonderen Ortes begann 1924, als Amalia de Quintanilla Land in den Bergen von El Salvador erwarb. Was damals eine mutige Entscheidung war, entwickelte sich über Generationen hinweg zu einer Kaffeefarm, die wir heute aus Überzeugung begleiten.
Bis heute ist die Quintanilla-Farm ein Familienbetrieb geblieben. Zwischen alten Schattenbäumen, sorgfältig gepflegten Kaffeepflanzen und mineralreichen Böden entstand über Jahrzehnte ein tiefes Verständnis dafür, wie sehr Herkunft den Geschmack eines Kaffees prägt – ein Verständnis, das wir teilen und das uns verbindet.
Die 96 Hektar der Farm liegen auf seltenen Lehmböden mit erhöhtem Eisenanteil – eine Besonderheit, die selbst in El Salvador nur selten zu finden ist. Nach einem Regenschauer färbt sich die Erde tiefrot und erinnert fast an vulkanisches Gestein. Für uns liegt genau hier der Schlüssel zum Charakter dieser Kaffees.
Die mineralreichen Böden speichern Feuchtigkeit, geben den Pflanzen Stabilität und verleihen den Bohnen ihren charakteristischen cremigen Körper. In Kombination mit den kühlen Nächten der Höhenlage entstehen Kaffees mit Eleganz, feiner Süße und außergewöhnlicher Weichheit.
Wer den Bourbon Tekisic der Farm probiert, erkennt diese Herkunft sofort. Nicht laut, nicht aufdringlich – sondern komplex, präzise und mit einer stillen Tiefe, die wir besonders schätzen.
Heute wird die Farm von Andres Quintanilla in dritter Generation geführt. Schon als Kind begleitete er seinen Großvater durch die Kaffeegärten, lernte die Unterschiede der Böden kennen und verstand früh, wie viel Geduld guter Kaffee verlangt.
Heute verbindet Andres dieses gewachsene Wissen mit modernen Methoden der Aufbereitung und Qualitätskontrolle. Jede Ernte wird selektiv gelesen, jede Fermentation präzise begleitet. Für uns ist genau diese Haltung entscheidend: Qualität nicht als Ziel, sondern als Ergebnis von Sorgfalt, Erfahrung und Respekt vor der eigenen Herkunft.
Wenn wir Andres persönlich treffen, wird schnell klar, dass Kaffee für ihn weit mehr ist als Landwirtschaft. Er spricht über Varietäten wie andere über Kunst oder Musik – ruhig, präzise und mit echter Begeisterung.
Bei seinen Besuchen in Europa nimmt er sich bewusst Zeit für den Austausch mit den Menschen, die seinen Kaffee trinken. Auch bei Dylan & Harper war Andres bereits mehrfach zu Gast. Dort entstanden Gespräche über Ernten, Fermentationen und natürlich über seinen Bourbon Tekisic – oft begleitet von genau jener Tasse Kaffee, über die gerade gesprochen wurde.
Solche Momente sind für uns ein zentraler Teil unserer Arbeit: direkter Austausch, gegenseitiges Vertrauen und gemeinsames Lernen.
Die Quintanilla-Farm steht für alles, was wir unter außergewöhnlichem Kaffee verstehen: klare Herkunft, handwerkliche Präzision und eine Geschichte, die man schmecken kann. Jede Bohne trägt Spuren der roten Böden, der kühlen Bergluft und der jahrzehntelangen Erfahrung einer Familie, die ihr Leben dem Kaffee gewidmet hat.
Es sind genau solche Orte, mit denen wir arbeiten wollen. Orte, die zeigen, dass außergewöhnlicher Kaffee nicht zufällig entsteht – sondern aus Zeit, Hingabe und Menschen, die ihre Heimat in jeder Ernte sichtbar machen.
