BADRA ESTATES Wo Wald, Gewürze und Kaffee seit Generationen zusammenfinden.

 

Tradition bedeutet nicht, alles gleich zu lassen. Tradition bedeutet zu verstehen, was bewahrt werden muss – und was sich weiterentwickeln darf. — Jacob Mammen

 

KAFFEEFARMER Jacob Mammen · HERKUNFT Indien · GEGRÜNDET 1936 · KAFFEEPLANTAGEN Balehonnur, Kerkeicoondah, Bettadakhan · HEKTAR 600 · MITARBEITER 28 · ERNTEHELFER 425 · KAFFEEGATTUNGEN Arabica, Canephora, Liberica · KAFFEEVARIETÄTEN S 795, Hibrido de Timor, SLN 274, Catimor, Sarchimor, HDTxCatuai, SLN 9, CxR, Old Paradenia, Malawi, Thungabhadra, Hemavathi, Cauvery · AUFBEREITUNG Natural, Pulped Natural, Fully Washed

 

Eindrücke von der Farm

 
 

Badra Estates – Wo indischer Kaffee für uns seinen Ursprung hat.

 

Hier beginnt nicht nur die Geschichte des indischen Kaffees – sondern auch unsere persönliche Verbindung zu Ursprung, Qualität und Charakter.

 

Die Berge, in denen alles begann – und die uns bis heute prägen

 

In den Hügeln von Bababudan Giri in Chickmagalur wird schnell klar, warum dieser Ort für uns mehr ist als nur ein Ursprung. Hier erzählt jede Kurve des Weges, jeder Schattenbaum und jeder Geruch von Erde und Gewürzen eine Geschichte, die wir später im Kaffee wiederfinden.

 

Genau hier begann die Geschichte des Kaffees in Indien. Und genau deshalb spielt dieser Ort für uns eine so zentrale Rolle.

 

Im Jahr 1670 sollen an diesen Hügeln die ersten Kaffeepflanzen des Landes angekommen sein – verborgen im Gepäck eines Pilgers, der Bohnen aus dem Jemen nach Indien brachte. Bis heute gilt Chickmagalur als die Wiege des indischen Kaffees. Für uns ist es ein Ort, an dem Herkunft nicht erklärt werden muss – man spürt sie.

 

Mitten in dieser geschichtsträchtigen Landschaft liegen die Badra Estates.

 

Eine Familienfarm, mit der wir uns verbunden fühlen

 

Die Badra Estates wurden 1936 von der Familie Mammen gegründet und befinden sich bis heute vollständig in Familienbesitz. Was uns hier besonders anspricht, ist nicht nur die Geschichte, sondern die Haltung: Über Generationen hinweg entstand eine Kaffeeplantage, die weniger wie eine Farm wirkt, sondern wie ein lebendiger Wald, in dem Kaffee seinen natürlichen Platz gefunden hat.

 

Wenn wir durch die Plantagen gehen, sehen wir sofort: Kaffee wächst hier nicht allein.

 

Zwischen den Kaffeepflanzen stehen hohe Schattenbäume, die das Licht weich filtern und das empfindliche Mikroklima schützen. Dazwischen wachsen Arecanüsse, Kardamom, Pfeffer, Kakao, Gummi und Teakholz. Alles ist Teil eines funktionierenden Ganzen – genau diese Vielfalt ist es, die wir bewusst unterstützen.

 

Die Wege führen vorbei an Gewürzpflanzen, alten Bäumen und kleinen Wasserläufen. Immer wieder liegt der Duft von Kardamom und Pfeffer in der Luft – Aromen, die wir später auch im Kaffee wiederfinden.

 

Kaffee im Einklang mit der Natur – aus Überzeugung

 

Auf den Badra Estates wird bis heute großer Wert auf natürliche Kreisläufe gelegt. Die Schattenbäume schützen den Boden, speichern Feuchtigkeit und bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Für uns ist das kein romantischer Gedanke, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Qualität.

 

Viele Arbeiten auf der Farm folgen noch immer den Rhythmen der Jahreszeiten und den Erfahrungen vergangener Generationen. Diese Ruhe und Geduld spiegeln sich auch im Geschmack wider.

 

Die Kaffees entwickeln dadurch einen ganz eigenen Charakter: weich, würzig, komplex – oft mit einer ausgewogenen Süße und feinen Kräuternoten. Genau diese Balance ist es, die wir an indischen Kaffees so schätzen.

 

Neue Aufbereitungen – gemeinsam gedacht

 

Traditionell werden indische Kaffees überwiegend gewaschen aufbereitet. Lange Zeit galt diese Methode als Standard. Doch durch unsere enge Zusammenarbeit mit Jacob Mammen entstand auf den Badra Estates die Offenheit, neue Wege zu gehen.

 

Gemeinsam begannen wir, mit Natural- und Pulped-Natural-Methoden zu experimentieren – Aufbereitungen, die den Kaffees mehr Fruchtsüße, Tiefe und Textur verleihen können.

 

Anfangs waren diese Methoden ungewöhnlich für die Region. Doch gerade weil die Farm so stark mit der Natur verbunden ist, passte die Idee, den natürlichen Charakter der Kaffeekirsche stärker in den Geschmack zu übertragen, erstaunlich gut zur Philosophie der Badra Estates.

 

Heute entstehen hier Kaffees, die klassische indische Würze mit moderner Fruchtigkeit und Cremigkeit verbinden – ohne ihre Herkunft zu verlieren.

 

Jacob Mammen – Tradition als Grundlage für Entwicklung

 

Jacob Mammen gehört für uns zu jener neuen Generation indischer Kaffeeproduzenten, die Tradition nicht als Grenze sehen, sondern als Fundament. Mit Ruhe, Offenheit und großem Respekt begleitet er die Weiterentwicklung der Badra Estates.

 

Dabei geht es nie darum, Trends zu folgen. Im Mittelpunkt steht immer die Frage, wie sich die Besonderheiten dieser Region noch präziser und ehrlicher im Geschmack ausdrücken lassen.

 

Die Kombination aus alten Schattenplantagen, vielfältiger Vegetation und modernen Aufbereitungen macht die Kaffees der Badra Estates heute zu etwas Besonderem in der internationalen Specialty-Coffee-Welt – und zu einem festen Bestandteil unseres Sortiments.

 

Kaffee mit Geschichte, Seele und Haltung

 

Wenn wir einen Kaffee der Badra Estates trinken, schmecken wir nicht nur Herkunft, Klima und Verarbeitung. Wir schmecken die Geschichte eines Ortes, an dem Kaffee in Indien einst begann.

 

Es sind Kaffees, die nicht laut sein müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Kaffees mit Tiefe, Ruhe und natürlicher Eleganz – geprägt von Regenwald, Gewürzen und einer Familie, die seit fast hundert Jahren mit dieser Landschaft verbunden ist.

 

Genau deshalb arbeiten wir mit den Badra Estates zusammen.