DYLAN & HARPER Kaffees stehen für direkten Handel mit fünf ausgewählten Farmen, die wir persönlich kennen und nun seit über zehn Jahren begleiten - vice versa.
Jede Tasse beginnt nicht in der Rösterei, sondern dort, wo alles entsteht – auf der Farm.
Herkunft ist kein spezieller Ort, sondern ein Prozess. Zwischen Klima, Boden, Höhenlage, Varietät und Mensch entsteht Kaffee lange bevor er geerntet wird.
Wir arbeiten ausschließlich mit Kaffeebauern, bei denen dieser Prozess transparent, nachvollziehbar und bewusst vollzogen wird.
Fünf Farmen. Vier Länder. Ein gemeinsames Verständnis von Kaffee.
Direkter Handel ist für uns kein Zertifikat sondern eine Entscheidung für die Zukunft.
BRASILIEN
Kaffee zwischen Regenwald, geschätzten Wasserquellen und konsequenter Nachhaltigkeit.
Vom Pflücker-Opa bis hin zu den zwei Brüdern heute wächst diese Farm.
Eine Farm, die nicht gegen die Natur arbeitet, sondern mit ihr.
EL SALVADOR
Die einzigen Lehmböden El Salvadors. Hohe Lagen. Junger Kaffeebauer mit abgeschlossenem Agrarstudium und ein grandioser Mensch und Freund.
Familienbetrieb seit 1924.
INDIEN
Der Bauer für Canephora aus Indien! Deepak lebt im Gleichgewicht mit der Natur und benennt alle Parzellen nach den Tieren, die in seinem Wildpark leben.
Spezialist für Fine Robusta.
INDIEN
Raritäten, Varietätenvielfalt und experimentelle Aufbereitung.
Indien hat SO niemand auf dem Radar.
Ein Ort, an dem Kaffee nicht nur wächst – sondern erforscht wird.
MEXIKO
Tradition trifft auf mikroklimatische Präzision.
Kaffee mit historischer Tiefe und quasi aus Deutschland - nur 130 Jahre später.
Die Herkunft vieler Kaffees geht auf dem Weg durch Export, Handel und Röstung verloren.
Wir arbeiten anders: mit direkten Beziehungen zu den Produzenten, Besuchen vor Ort oder Treffen bei uns und einer Zusammenarbeit, die bewusst auf Langfristigkeit ausgelegt ist. Das verändert nicht nur die Qualität im Kaffee, sondern vor allem das Verständnis von Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Statt uns auf allgemeine Herkunftsangaben zu stützen, arbeiten wir mit klar definierten Parzellen.
Das bedeutet präzise ausgewählte Anbauflächen, auf denen eine Varietät wächst. So wird Herkunft nicht nur geografisch verortet, sondern sensorisch nachvollziehbar und auf die Koordinate genau mit euch geteilt – vergleichbar mit Große Lagenweinen, bei dem Terroir Teil des Geschmacks wird.
Für uns sind Produzenten keine Lieferanten.
Es sind Partner, mit denen wir seit über einem Jahrzehnt zusammenarbeiten, reisen, verkosten, diskutieren und kontinuierlich weiterentwickeln. Diese Nähe schafft Vertrauen – und genau daraus entsteht die klare Idee unserer Kaffees und auch die Entwicklung wie er in Zukunft schmecken könnte.
Ethische und wirtschaftliche Verantwortung beginnt nicht beim Zertifikat, welches auf eine Verpackung gestempelt wird.
Sie zeigt sich in fairem Umgang. Dazu gehört sicherlich immer eine faire Bezahlung abseits von Knebel-Verträgen wo am Ende der Herausgeber des Zertifikats mehr verdient, als der Farmer, dem das Zertifikat etwas bringen soll.
Fairer Umgang bedeutet: man bezahlt einen hohen Preis für ein hochwertiges Produkt und lässt dem Produzenten die Freiheit dieses Produkt zu erschaffen.
Fair heißt nicht: man zwingt dem Produzenten ein bestimmtes Vorgehen auf oder zwingt ihn etwas sein zu lassen, weil das im westlichen Sinne wäre. Wir alle sind keine Kaffeebauern in dritter-vierter Generation und sollten es tunlichst vermeiden, das vorzuschreiben, was wir glauben für richtig zu halten.
Unsere Produzenten zeigen uns das Zertifikat in Form von Insekten, die Kleinstlebewesen fressen, die sie sonst auf einer anderen "biologischen" Farm nicht finden würden. Unsere Produzenten zeigen uns das Zertifikat in Form von Pflückerteams, die mit ihren Familien "auf der Arbeit" spielen und nebenbei Kaffees pflücken.
Direkter Handel bedeutet, dass wir ohne Zwischenhändler direkt mit unseren Kaffeefarmen zusammenarbeiten. Wir kennen die Produzenten persönlich, besuchen uns gegenseitig (oder telefonieren auch "nur" mal) und zahlen Preise deutlich über dem Marktniveau sowie jeglicher Zertifikate und Siegel, die man so kennt.
Ein Parzellenkaffee stammt aus einer klar abgegrenzten Teilfläche einer Farm. Dadurch werden die Einflüsse des Terroir, Mikroklima und Varietät kontrolliert gepflückt und weiterverarbeitet.
Direkten Handel aufzubauen ist alles andere als einfach. Die Logistik im Herkunftsland und auch in Deutschland ist fast unmöglich alleine zu bewältigen. Dafür benötigt es verlässliche Partner oder eine gewisse Unternehmensgröße - beides erfordert wiederum Kapital und Zeit. All das haben die wenigsten Röstereien. Deshalb beziehen die meisten Röstereien Rohkaffee über Exporteure. Das ist effizienter, schafft jedoch häufig keine echte Nähe zur Herkunft. Den Farmer lernen sie über den Kaufvertrag kennen und sein Name steht dann später auf der Packung an. Wie der Haushund der Farm heißt wissen sie jedoch nicht oder, was eventuell wichtiger ist, welche Hürden die Böden haben oder welchen Effekt die Vulkan-Aktivität letzte Woche auf die Kaffeepflanzen hatte.
Direct Trade ist alles!
Leider ist die Nachfrage nach solchen sauberen, nachvollziehbaren, charaktervollen Kaffees im internationalen Handel auch weit unter 5%. Nach über zehn Jahren als Rösterei in Deutschland können wir das nur bestätigen. Ob in Metropolen unserer Nachbarländer oder in unseren Großstädten - wirklich stimmige und leckere Adressen sind nach wie vor selten.
Daran wird sich wenig ändern, solange Verständnis für Qualität und Geldbeutel nicht in Einklang kommen. Wenn 6 von 10 Baristakurs-Teilnehmer, also Menschen mit neuen Siebträgern oder Interesse am Siebträger, Gorilla-Kaffee als gut befinden, zeigt das, dass der Weg noch lang ist. Wir haben mal mit 9/10 begonnen und sind schon "Spitzen-Nische", also zu uns kommen ja idR. schon selektive Kaffeegenießer. In der restlichen Genusswelt sind Dinge klarer: ein Tetrapak Wein wird selten mit Freunden beim Abendessen genossen, auch der Scheiblettenkäse wird eventuell nicht serviert (aber eventuell dann ein paar Stücke Milka ;-) ).
All das sind sinnbildliche Vergleiche für Industriekaffee.
Ja. Unsere Kaffees stammen aus klar definierten Parzellen mit einzelnen Varietäten. Anonyme Mischungen ohne Herkunft aber mit tollem Marketing sind nicht unser Ding. Seit Februar 2026 haben wir den "Dylan" und ab April die "Harper" Mischung sorgfältig cuvetiert und somit nach zehn Jahren die ersten zwei Cuvees im Sortiment. Beide haben alle Inhalte auf der Verpackung und können quasi auch einzeln getrennt gekauft werden.
Mikroklima, Boden, Höhe, Varietät, Bohnengröße und Aufbereitung.
Und hundert weitere Aspekte, die wir versuchen zu kontrollieren und dafür auch extra bezahlen: schon mal etwas von Container Positioning gehört? ;-)
Direkt über unseren Onlineshop oder in unseren zwei Geschäften in Wiesbaden. Viele unserer Kaffees sind saisonal und nur in kleinen Mengen verfügbar.
