Taioba

Ein gelber Mundo Novo, pulped natural aufbereitet und in dieser Ernte wieder lange am Ast gereift und mit dem Prädikat "Late Harvest" versehen.

 

Taioba

 

KAFFEEFARMER Walter & Ednilson Dutra · HERKUNFT Brasilien · KAFFEFARM Fazendas Dutra · PLANTAGE Àgua Limpa · PARZELLE Taioba · ANBAUHÖHE 1200 m · VARIETÄT Mundo Novo Amarelo · VERARBEITUNG Pulped Natural · BOHNENGRÖßE 16up · ERNTEMENGE 600 kg

 

Um frisch gemahlenen Kaffee zu erhalten, schreiben Sie uns bitte im Notiz-Feld des Bestellprozesses für welche Zubereitung wir den Mahlgrad einstellen sollen. Ansonsten versenden wir die Bestellung als ganze Bohnen.

 

Mittelkräftige Röstung, Torre Taquara Preta, Perlbohne, Pulped Natural

10,50 €

42,00 € / kg
  • 0,25 kg
  • Momentan ausverkauft
 

 

Mundo Novo Amarelo

 

Die Varietät "Mundo Novo" (Neue Welt) ist eine Kreuzung aus den zwei ältesten genetischen Linien der Kaffeeart Arabica. Alle Arabica-Varietäten, die wir heute kennen, sind genetisch auf den "Bourbon" und den "Tipica" zurückzuführen.

Um die großen Tipica Kaffeepflanzen samt ihrer weiten Sträucher ein wenig "Pflück-Gerechter" zu bekommen, hat man diese mit den kleinen, kompakten Bourbon Pflanzen gekreuzt. In der Hoffnung DIE Ultra-Kaffeepflanze zu bekommen, entpuppte sich die Kreuzung als sehr aufwendige Arbeit, denn der Mundo Novo wächst bis zu 4 Meter hoch.

Diese Pflanzen benötigen enorm viel Platz, sind beim Wachstum sehr pflegeintensiv und erfordern eine Menge Arbeit beim Ernten, deshalb findet man sehr wenig Mundo Novo auf der Welt - er ist bei Kaffeebauern einfach unbeliebt.

 

Gelbreife Kaffeekirschen vs rotreife

 

Noch viel weniger beliebt ist der gelbkirschige Mundo Novo. Jede Kaffeepflanze ist genetisch geprägt eine Farbe von Kirschen zu produzieren. Dennoch gibt/gab es von den meisten Arabicas immer eine "rot-reife" und eine "gelb-reife" Version. Da gelbreife Kaffeekirschen eine dünnere Haut haben, sind soe anfälliger gegenüber klimatischen Umständen wie Regen und Frost. Gleichzeitig sind gelbreife Kaffees aber auch etwas süßer, was wir ebenfalls von Früchten kennen, denn je heller eine Frucht, umso süßer ist diese.

Leider lockt diese Süße auch Schädlinge an, sodass im Laufe der Kaffee-Geschichte sich die rotreifen Kirschen behauptet haben und auch heute weitaus beliebter bei Bauern sind. Man kann ungefähr davon ausgehen, dass heute nur ca. 5% der Kaffees weltweit gelbreif sind.

Wie ihr euch vorstellen könnt, sind genau diese dann umso spannender für uns und unsere Farmer. Die Dutras lassen sich da nicht die Butter vom Brot nehmen, deshalb haben wir hier den vermutlich einzigen gelbreifen Mundo Novo auf der Welt, da uns abseits dieser Plantage keine weiteren bekannt sind. 

 

Late Harvest aka. Spätlese

 

Das Besondere an der aktuellen Ernte spiegelt die langjährige Erfahrung der Dutra Brüder wieder. Während all unsere Kaffeebauern, entgegen der industriellen Norm des schnellen Pflückens, angewiesen wurden, so spät wie möglich zu pflücken, sodass wir so viel Reife am Ast wie möglich haben und eher eine Bordeaux-Rote Kaffeekirsche als eine Tomaten-Rote pflücken, so sind die Dutras wahre Meister darin!

Gerade bei den dünnhäutigen, gelbreifen Varietäten, die bei der Feuchtigkeit im Anbaugebiet so schnell vom Edelschimmel befallen werden und vom Ast abfallen können, nutzen die Dutras die Gelegenheit, um von der komplexen Aufspaltung des Zuckers zu profitieren.

Die kleinen Flecken, die dabei entstehen, nennen die Brasilianer "Bananeiros" - Bananenflecken - da es bei der Banane tatsächlich zu gleichen Veränderungen beim Abbau von Zucker und der Oxidation kommt und sie braun wird.

Bei unserem Taioba sorgt das wie bei einer Spätlese für eine erhöhte Süße aufgrund der Zuckerspaltung durch die Edelfäule.

Wir hatten letztes Jahr leider nicht die Gegebenheiten, um so eine Ernte zu bekommen, deshalb gab es einen Late Harvest Taioba zuletzt vor zwei Jahren. Wir freuen uns dementsprechend umso mehr euch wieder dieses Prädikat anbieten zu können!

 

Röstung und Geschmacksprofil

 

Diesen Ausgangspunkt nehmen wir und rösten den Kaffee als Medium-Dark Roast. Während der Maillard-Phase können wir den höheren Zuckergehalt in sehr spannende, vielschichtige Aromen umwandeln.

Es entsteht ein wahnsinnig komplexer Espresso. Man riecht erst leckeren Waldhonig und bucht dann eine geschmackliche Achterbahn auf der Zunge. Sollte man einfach selber für sich ausprobieren und erfahrungsgemäß lässt man den Taioba nie wieder gehen. Da der Taioba viele Fans hat, ist er ab und zu mal für wenige Tage ausverkauft, damit wir mit der Produktion wieder nachkommen können. Wir bitten um Verständnis sollte es zu einer leichten Verzögerung kommen.