Pacamara

Einzigartige Kreuzung aus den Riesenbohnen Maragogype und Pacas. Faszinierendes Aromen-Spiel, Komplexität und Cremigkeit. Mittel geröstet um die Fruchtigkeit mit leichten Röstaromen zu akzentuieren. Etwas Mandel, Marzipan und Kakao. Geringe Erntemenge aber ein riesen Genuss!

 

PACAMARA

 

KAFFEEFARMER Andres Quintanilla · HERKUNFT El Salvador · KAFFEFARM Finca La Buena Esperanza · PLANTAGE Finca La Quintanilla · PARZELLE La Punta  · ANBAUHÖHE 1600 m · VARIETÄT Pacamara · VERARBEITUNG Fully Washed · BOHNENGRÖßE 17 UP · ERNTEMENGE jeweiles 30 kg

 

Um frisch gemahlenen Kaffee zu erhalten, schreiben Sie uns bitte im Notiz-Feld des Bestellprozesses für welche Zubereitung wir den Mahlgrad einstellen sollen. Ansonsten versenden wir die Bestellung als ganze Bohnen.

 

Mittlere Röstung, Pacamara, Fully Washed

12,90 €

51,60 € / kg
  • 0,25 kg
  • Verfügbar
  • 4 - 5 Werktage Lieferzeit1

 


 

Pacamara - die einzigartige Kaiserin unter den Bohnen

 

Trotz des individuellen Geschmacks eines jeden Weingenießers, gibt es einige "Go to" Rebsorten, die immer für ein Schmunzeln und zufriedenen Gaumengenuss sorgen werden. In der Kaffeewelt ist das die Varietät Pacamara!

Ob professionelle Verkostung auf der Plantage oder im geschulten Team einer Rösterei, als öffentliches Event oder alleine auf seinem Balkon - ein Pacamara wird immer aus der Masse herausstechen. Die einzigartige Genetik und selektive Verbreitung ausschließlich über die Herkunftsländer Lateinamerikas, sorgen für einen Wiedererkennungswert und Geschmacksfreude, die ihres gleichen sucht.

Die Kreuzung aus El Salvadors Varietät "Pacas" und den Riesenbohnen "Maragogype", bietet hohes Potenzial in der Tasse.

Blendet man den charaktervollen Geschmack und die meist hohe Qualität aus, so blickt man weiterhin auf die zweitgrößte Bohne der Welt. Hier zeigt sich die Maragogype Genetik ganz deutlich.

Doch Kreuzungen klappen nicht immer so wie man möchte, deshalb sind alle Pacamaras auf der Welt weiterhin instabil in ihrer Genetik. So zerfallen aktuelle Pflanzungen auch noch in ihre Bestandteile (Pacas / Maragogype).

Wir haben das Glück, sowohl bei Andres Quintanilla in El Salvador als auch bei Tomas Edelmann in Mexiko, bereits F7 Generationen zu haben, die mit am stabilsten wachsen können, sodass uns "genug" Ernte erreicht.

 

Wer die Wahl hat, hat die Qual - zwei Pflückrunden!

Man kennt es vom Tee, aber in der Kaffeewelt macht das kaum jemand. Es würde ja Geld kosten, wenn man das Pflückerteam alle paar Wochen aufs Feld schickt, um unterschiedliche Reifegrade präziser und in Zeitabständen zu pflücken.

Nach zehn Jahren als Kaffeeröster habe ich das bislang nirgends gesehen, auch bei anderen guten Farmen/Röstern nicht oder nur sehr selten. Tatsächlich machen unsere beiden Latinos Pflückrunden. Sowohl in Mexiko auf der Finca Hamburgo, als auch in El Salvador werden manche Parzelle in verschiedenen Pflückrunden geerntet und verpackt.

Wir versuchen das auch bei unseren anderen Kaffeebauern einzubringen, aber es wird noch etwas dauern, da es die Logistik der Farm nicht her gibt. Veränderungen in der Kaffeewelt finden nicht von heute auf morgen statt, manchmal überlegt man sich etwas auch erst für die nächste Generation.

Es hat lange gedauert bis wir verstanden haben, was die Pflückrunden bewirken und wie sich die Kaffees unterscheiden. So konnten wir erst im Austausch mit internationalen Kollegen aus der Branche und vergleichen mit anderen Genussmitteln, wie Tee, herausfinden, dass sich die erste Pflückung als floraler Kaffee mit weniger Körper auszeichnet. Der Primer Corte ist als Filter sehr fruchtig und blumig, dennoch körpervoll, weil es ein Medium Roast ist, um auch als Espresso gebrüht werden zu können. Als Espresso kommt Karamell und Orangenblüte in die Tasse.

 

Die Zweite hat dann mehr. Mehr Fruchtsäure und Süße, ist etwas komplexer. Die meisten Kaffees auf der Welt werden zu diesem Zeitpunkt ihrer entsprechenden Reife gepflückt, nur wissen sie es nicht (nicht die Kaffees, sondern die Hersteller!).

Bei anonymen Massenkaffees ist das sowieso irrelevant, weil hunderte Tonnen-Mischungen entstehen. Wenn man mal ein Nano-Lot in zwei Pflückrunden hat, wird es schon eher interessant, deshalb haben wir hier beide für euch zur Auswahl!

 

Pacamara aus El Salvador, eine Geburtstags-Tradition bei Dylan & Harper

Die meisten Top 3 Kaffeebauern aus Nicaragua, Guatemala, Mexiko, El Salvador, Honduras und teilweise Costa Rica werden diese Pflanzen haben und auch gute Ernten erzielen, deshalb könnten wir natürlich überall Pacamara erwerben. Wer uns allerdings kennt, weiß, dass wir ausschließlich von unseren Kaffeebauern, die wir persönlich kennen, Kaffee beziehen und nur direkten Handel betreiben, erklären und an euch weitergeben möchten.

Was also macht genau diesen Pacamara für uns so besonders?

Als wir vor einigen Jahren in Richtung des zweijährigen Jubiläums unserer Kaffeebar blickten, erreichte uns die Nachricht aus El Salvador, dass Andres etwas besonderes vorbereitet hatte.

Andres ist ein Freund, der im Favoriten-Whatsapp Chat steht. Jemand mit dem wir jederzeit über Kaffee oder das Leben philosophieren und scherzen können. Ein wirklicher Herzensmensch mit dem wir schon einige Messen/Events bereist und auch öfters gemeinsam auf der Bühne standen. Zuletzt konntet ihr ihn 2018 bei uns in der Kaffeebar persönlich kennen lernen!

Selbstverständlich freuen wir uns, wenn er für uns etwas besonderes vorbereitet, aber das es so eine Überraschung ist, hätten wir nie gedacht:

Als er die Farm von seiner Oma übernommen hatte, lag sie brach. Weder Papa noch Bruder übten den Beruf eines Kaffeebauern aus, sodass die Ländereien gerade nur so am Leben erhalten wurden. Auf einem Teil der Hauptplantage "Finca La Quintanilla" (er hat eine weitere zurück ins Leben rufen können: Finca La Palma) gab es jedoch Pacamara, welcher für seinen Vater jährlich gepflückt wurde, denn das war dessen Lieblingskaffee.

Im Mai 2020, als wir die schwierigste Zeit als Kaffeerösterei hatten, das beinah Aus unserer Kaffeebar und der komplette Shutdown unserer Kaffeekurse und Workshops erfolgte, erreichte uns ein Sack Pacamara aus El Salvador zum zweiten Jubiläum der Kaffeebar. Wir konnten unser Glück kaum fassen, der Kaffee seines Vaters wurde uns vermacht, welch eine Ehre!

Solche schönen Dinge des (Manufaktur)Lebens sind nur möglich, wenn man ein enges und ehrliches Verhältnis zu seinen Produzenten pflegt, fernab von Zertifikaten und leeren Versprechungen der meisten Kaffeehersteller.

Die 30kg konnten wir zum Zweijährigen damals in 50 kleinen Packungen mit euch teilen und auch etwas Ausschenken. Seitdem bekamen wir in den darauffolgenden Jahren immer etwas Pacamara von dem Feld.

Die Tradition ließen wir uns nicht nehmen und haben pünktlich zum Dreijährigen diesen Kaffee ausgeschenkt. Auch wenn wir aktuell keinen "besonderen" Anlass für den Release dieses Kaffees haben und unser Sechsjähriges erst in einigen Monaten ist, ist er nun im Shop erhältlich.

 

Genetik schön und Tradition gut, aber was macht Pacamara aus?

Ganz einfach: brüht man zehn verschiedene Arabica-Varietäten in Südamerika auf, die alle eine ausgezeichnete Ernte und fehlerfreie Verarbeitung aufweisen, also sogenannte High Quality Specialty Coffees, dann wird man zehn leckere Kaffees vor sich haben. Doch von den 20 Teilnehmern werden mindestens 16 auf den Pacamara zeigen, wenn es darum geht, welcher ihnen am meisten zusagt.

Die Komplexität und tiefe Aromatik dieser Varietät hat manchmal etwas verführerisches, es überrascht und fesselt. Es ist lecker, es ist spannend, teilweise auch mal eine ungewöhnliche Kombination aus Zitrusaromen und Kakao/Mandeln, aber es macht einfach Spaß!

Pacamaras entwickeln einen einzigartig cremigen Körper... ach a propos Cremigkeit: die Finca La Quintanilla ist eine von zwei Plantagen in ganz El Salvador, die Lehmböden hat. Diese alten hochoxidierten Böden sorgen dafür, dass Kaffees deutlich geschmeidiger und cremiger werden.

Das macht unseren Pacamara noch unverkennbarer, weshalb wir hoffentlich noch zum 6. 7. und vielen weiteren Jubiläen darauf zurückgreifen können werden.

Bis dahin empfehlen wir euch hier zuzugreifen, bevor die Ernte wieder leer ist, denn dieses Geschmackserlebnis erfreut einen immer wieder.

Die aktuelle Ernte wurde von uns mittel geröstet, um den besonderen Charakter dieser Varietät zu präsentieren.