Huixtla

Maragogype sind die größten Kaffeebohnen der Welt. Hell geröstete, fruchtige Riesenbohnen mit leichter Würze und floraler Süße.

Huixtla

KAFFEEFARMER Tomas Edelmann · HERKUNFT Mexiko · KAFFEFARM Finca Hamburgo · PLANTAGE Finca Chiripa · PARZELLE Huixtla · ANBAUHÖHE 950 m · VARIETÄT Maragogype · VERARBEITUNG Fully Washed · BOHNENGRÖßE 19 UP · ERNTEMENGE 780 kg

Um frisch gemahlenen Kaffee zu erhalten, schreiben Sie uns bitte im Notiz-Feld des Bestellprozesses für welche Zubereitung wir den Mahlgrad einstellen sollen. Ansonsten versenden wir die Bestellung als ganze Bohnen.

Maragogype, Finca Hamburgo, Fully Washed

10,00 €

40,00 € / kg
  • 0,25 kg
  • Verfügbar
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Finca Hamburgo, Mexiko

Maragogype

"Diese Bohne ist eines Kaisers würdig" - so oder so ähnlich wurde die Anmerkung Wilhelm I. über den Maragogype überliefert.

Vielmehr aufgrund der besonderen Bohnengröße dieser Varietät, als der ausgeprägten sensorischen Fähigkeiten des Kaisers, erlangte der Maragogype seinen Ruhm. Die größte Bohnensorte der Welt kursierte wohl zu der Zeit in einigen royalen Häusern. Man kann davon ausgehen, dass es auch dem russischen Zar oder britischen Monarchen gefiel, dass diese Kaffeebohnen bis zu 30% größer sind als alle anderen.

Deshalb werden die Bohnen auch Kaiserbohne oder Elefantenbohne genannt.

 

Heute, wo sich alles um Optimierung, Wirtschaft und Profit dreht, findet man nur noch sehr wenige Kaffeefarmen auf denen Maragogype wächst.

Bruno, der Sohn und Nachfolger auf der Finca Hamburgo, hat uns erklärt wie aufwendig es sei mitten in der Produktionsphase die Prozesse und Geräte auf eine große Bohnensorte umzustellen.

Hinzu kommt, dass der Maragogype, als eine sehr alte Kaffeevarietät, weniger resistent gegenüber aktuellen klimatischen Ereignissen und Schädlingen ist. So ist der Kaffeeblattrost ein großes Hindernis. Besonders auf Farmen, wie unseren, die sich keiner "zusätzlichen Chemie" bedienen.

Die Marago-Pflanzen haben wenige aber dafür große Blätter. Greift der Kaffeerostpilz nun die wenigen Blätter an, so stirbt die Pflanze eher, als wenn sie viele kleine Blätter hätte, von denen nur ein Teil abfallen würde. Dies führt zu unerwarteten Ertragsverlusten.

 

Es besteht kein Zweifel am ausgezeichneten Geschmacksprofil eines Maragogype, jedoch sorgt die finanzielle Not der Agrarwirtschaft für ein baldiges globales Aussterben dieser weniger ertragreichen und aufwendigen Varietät. Die wenigsten Farmer können sich eine solche Diva leisten.

Gleiches gilt für uns Kaffeeröster. Auch uns kostet es Zeit diese großen Bohnen zu rösten, da sie aufgrund des Volumens mehr Platz in der Rösttrommel einnehmen und wir pro Röstvorgang weniger einwerfen müssen und so weniger Röstmenge pro Stunde haben.

Nichts desto trotz möchten wir nun das dritte Jahr in Folge einen grandiosen Maragogype präsentieren.

 

Die neueste Ernte ist erst seit Ende April 2020 in unserem Lager und zeigt kleine aromatische Veränderungen zum Vorjahr.

Während es letztes Jahr noch ein frischer Obstsalat war, so nehmen wir nun verschiedene Früchte in konzentrierter, getrockneter Form wahr. In der Nase begegnet uns getrocknete Papaya und Mango, in der Tasse schmecken wir eher schwarze Johannisbeere und eine schöne Fruchtsüße. Alles sehr dicht wie bei einer Marmelade. 

Die florale Süße ist weiterhin wie bei der letzten Ernte zu erkennen. Blütenhonig unterstreicht die verschiedenen Fruchtnoten und im Abgang kommt noch eine Art Spekulatius-Aroma hinzu, oftmals in Form von Zimt.

Wir hoffen, dass wir die exzellente Arbeit der Finca Hamburgo in unserer hellen Röstung als Filterkaffee oder fruchtigen Espresso bestens darstellen können und wünschen einen guten Genuss mit der kaiserlichen Kaffeebohne!