Aramosa

Hybrid aus C. Arabica und C. Racemosa - bereits die vierte Ernte dieser weltweiten Rarität, die nur auf zwei Kaffeeplantagen wächst.

 

Aramosa

 

KAFFEEFARMER Walter & Ednilson Dutra · HERKUNFT Brasilien · KAFFEFARM Fazendas Dutra · PLANTAGE Sitio das Pedras · PARZELLE Pedreira Aramosa · ANBAUHÖHE 1100 m · VARIETÄT Aramosa · VERARBEITUNG Pulped Natural · BOHNENGRÖßE 16 UP · ERNTEMENGE 180 kg · BESONDERHEIT Hybrid (50% Arabica 50% Racemosa)

 

Um frisch gemahlenen Kaffee zu erhalten, schreiben Sie uns bitte im Notiz-Feld des Bestellprozesses für welche Zubereitung wir den Mahlgrad einstellen sollen. Ansonsten versenden wir die Bestellung als ganze Bohnen.

 

Mittelkräftige Röstung, Aramosa, Pulped Natural

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Aramosa

Man fand heraus, dass es im Laufe der Geschichte über 150 verschiedene Coffea-Pflanzen gab. Nur zwei dieser sogenannten Arten nehmen in den letzten Jahrzehnten am Weltmarkt wirtschaftlich teil. Auf der einen Seite haben wir "Coffea Arabica" mit ~65% Anteil und "Coffea Canephora" (auch als Robusta bekannt) mit über 30% Weltmarktanteil.

Während die drittgrößte Art "Coffea Liberica" mit 1% gemessen wird, versuchen wir mit dem wohl einzigen Liberica auf Specialty-Level in Deutschland für mehr Erfahrung mit dieser Art zu sorgen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es nicht nur Arabica gibt und dieser auch nicht das Beste ist. Arabica ist eine von vielen Arten dieser wundervollen Pflanzen, die uns heute unser liebstes Getränk ermöglichen. Leider haben es die meisten Kaffeepflanzen nicht geschafft den Wandel der Zeit zu überleben. Dies wird klimatische, aber auch Gründe der menschlichen Unachtsamkeit gehabt haben, sodass wir offiziell nur noch auf zwei Arten geschrumpft sind.

Viele unserer Kunden kennen unsere Ansicht und die unserer Kaffeebauern, die ausschließlich mit der Natur arbeiten und selbstverständlich großes Interesse daran haben die biologische Diversifikation des Kaffees aufrecht zu erhalten.

So gibt es neben vielen verschiedenen Arabica-Varietäten (Rebsorten) auch weitere Kaffeeart bei uns oder wie hier, einen Hybrid (aus zwei Arten bestehend).

Hier haben wir den sehr seltenen "Aramosa".

Zwar zählt der Aramosa zu den Arabicas, allerdings ist er genetisch nur zur Hälfte ein Coffea Arabica und die andere Hälfte ist ein Coffea Racemosa,

Botanisch korrekt würde man hier also von einem Arabicoid sprechen.

Achtung es handelt sich hier nicht um eine Mischung aus verschiedenen Bohnensorten, sondern nur von der Genetik dieser Kaffeepflanze!

 

Herkunft des Aramosa

Eine der Arten, die heute leider nicht sortenrein gehandelt werden, ist der Coffea Racemosa, der in der Gegend Mosambiks wuchs.

In den 60er Jahren haben sich die Portugiesen, als Kolonialherren in Mosambik, mit dem Coffea Racemosa beschäftigt, deshalb gibt es auch heute einige Flächen wo dieser Kaffee noch wächst. Aufgrund der fehlenden modernen Auf- und Vorbereitung verschwinden diese geringen Erträge auf lokalen Märkten, ohne die Möglichkeit in die internationale Spezialitätenkaffee-Szene zu gelangen.

Genetisch finden wir Racemosa heute nur in dem Hybrid Aramosa, dessen Name sich aus den beiden Komponenten bildet: (Ara)bica und Race(mosa). Der Arabica Anteil stammt nachweislich aus Brasilien, was hinsichtlich der Verbindung zu Portugiesen nachvollziehbar ist.

 

Wo wächst Aramosa?

Diese Varietät findet man weltweit nur auf zwei Farmen: den Plantagen von "Daterra Coffee" - einer vorbildlichen Organisation in Brasilien, die es sich zur Aufgabe gemacht hat seltene Varietäten und Arten auf ihren Farmen zu erhalten. Sie sind seit Jahren auch einer der Hauptsponsoren der Barista Weltmeisterschaften. Die Parzellen ihrer sogenannten "Masterpieces Collection" werden jährlich bei Auktionen versteigert, darunter auch einige Ernten von Aramosa-Kaffees.

In der Vergangenheit hat sich die international bekannte dänische Rösterei "La Cabra" diesen Kaffee gesichert und für 80€/kg angeboten. Lechzend nach Ruhm ließ sich das Berliner Powerhouse "The Barn" das nicht nehmen und zog nach mit ihrem Erwerb des Aramosas von Daterra.

Neben all dem hochbieten und Marketingzügen, gibt es ganz unscheinbar eine zweite Plantage und Kaffeerösterei, die ebenfalls einen herausragenden Aramosa hat, nur ohne das ganze Trara.

 

Die Besonderheit und unser Geschmacksprofil

Der Coffea Racemosa ist dafür bekannt weniger als die Hälfte an Koffein eines Arabica zu haben. Wir haben hier einen natürlich niedrigen Koffeingehalt aber keinen entkoffeinierten Kaffee.

Gerade in der Home-Office Zeit zeigt sich der Aramosa als ein treuer Gefährte, da man so bei höherem Konsum etwas Koffein einsparen kann.

Wenn da nicht die geringe Erntemenge wäre. Nach 600kg im Jahr 2017, folgten in den Jahren darauf 300kg, 180kg, 90kg und nun wieder 180kg.

Nachdem wir die letzten Jahre einen Großteil der Ernte bekamen, das eine oder andere Säckchen jedoch den Weg zu anderen Röstern fand, haben wir nun den Sack zu gemacht und uns die komplette Parzelle exklusiv gesichert!

Somit können wir ehrlich behaupten, eine von vielleicht zwei Röstereien in Deutschland zu sein, die diese Rarität hat. Die Recherche von uns fand einige Adressen mit Aramosas von Daterra, wobei der Artikel meist ausverkauft war, weil man solch einen Marketingzug nur kurzzeitig nutzt.

Von unserer Plantage auf der Fazendas Dutra können wir keinen aktiv verkauften Aramosa finden und selbst wenn, dann ist das noch ein alter Rohkaffee aus vergangenen Jahren, der uns damals vor der Nase weggeschnappt wurde.

 

Das dunkle Röstprofil entwickelt Kakao Noten, geröstete Mandeln und eine erfrischende Würze im Espresso. Es hat einen langen, geschmeidigen Nachgang.

In der hellen Röstung präsentieren wir einen Filterkaffee mit saftigen Kirschen, Praline und eine Art Kandiszucker, der für eine angenehme Süße sorgt. Die helle Röstung kann selbstverständlich auch für helle Espressi verwendet werden. Als brasilianischer pulped natural hat er immer noch genug Körper und eine schöne Balance.

Einer unserer ganz besonderen Parzellenkaffees endlich ausschließlich in unseren Händen - wir wünschen guten Genuss!

 

Limited Edition

Bei den limitierten Editionen handelt es sich um sehr seltene Varietäten (beim Wein: Rebsorten), die man weltweit nur schwer finden kann.

Den Charakter dieser besonderen Varietäten versuchen wir präzise heraus zu arbeiten und einen klaren Geschmack darzustellen.

Nicht selten sind wir die einzige oder eine der wenigen Adressen weltweit, die solch eine Varietät hat. Dafür können wir uns nur bei unseren Kaffeebauern bedanken, die das Mindset teilen und einen vielfältigen Kaffeeanbau als einziges Potenzial gegenüber dem Klimawandel sehen.

Diese Kaffees haben eine geringe Ernte, weil sie aus individuellen Gründen nicht in den kommerziellen Anbau passen. Wir haben uns entschlossen diese Ernte komplett zu beziehen und vor zu finanzieren, weil diese Menge einfach unfassbar gering ist und man sich eigentlich nicht vorstellen könnte Pflücker dafür aufs Feld zu schicken. Um besondere Varietäten und Kaffeevielfalt in die Welt hinaus zu tragen, bezahlen wir gerne einen Aufpreis und unsere Kaffeebauern kümmern sich darum.

Aus diesem Grund sind unsere limitierten Editionen leider nicht über das gesamte Jahr erhältlich, aber ist man erst mal in dem Rhythmus drin, freut man sich schon auf die nächste Ernte.